Otoakustische Emissionen zur objektiven Hörtestung

Bei Neugeborenen, Säuglingen und Kleinkindern ist die Beurteilung des Hörvermögens oft schwierig, da herkömmliche Tests die Mitarbeit des Patienten erfordern.

Eine schnelle und sichere Beurteilung, ob Hörschäden vorliegen, kann durch die Messung der otoakustischen Emissionen erzielt werden.

Nur gesunde Ohren senden nach einer Stimulierung durch gewisse Schallsignale otoakustische Emissionen aus. Diese können mit speziellen Geräten registriert werden und bestätigen, dass die Hörschwelle des betreffenden Ohres annähernd im Normbereich liegt.

Die Früherkennung von Hörfehlern ist für die weitere Entwicklung des Kindes sehr wichtig. In Tirol gehören diese Tests in jedem geburtshilflichen Krankenhaus zu den Standarduntersuchungen. Auch später können bei einer Mutter-Kindpass-Untersuchung Zweifel am Hörvermögen auftreten und dieser Test Klarheit schaffen. Bei auffälligem Befund sollte der Test nach vier Wochen wiederholt werden. Stellt der HNO-Arzt erneut eine Abweichung fest, ist eine genaue Abklärung in einer Spezialabteilung erforderlich, um Kinder mit Hörstörungen möglichst frühzeitig einer Behandlung zuzuführen!

Auch zum Ausschluss von psychogenen oder vorgetäuschten Hörstörungen bei Kindern und Erwachsenen ist die Messung der otoakustischen Emissionen hilfreich.